4. Februar 2018

Dein Gesicht für Menschlichkeit

Hallo zusammen,

ich heiße Jasmin und bin 25 Jahre alt. Ich bin jetzt seit ungefähr zwei Jahren bei Menschlichkeit. Am Anfang habe ich vor allem bei der Kinderbetreuung in der Bleidornkaserne geholfen, inzwischen habe ich aber viele syrische Freunde, denen ich zum Beispiel mit den Papierbergen vom Jobcenter helfe, mit den Kindern spiele oder mit Ihnen für die Ausbildung lerne.

Wenn ich Zeit habe, komme ich mittwochs auch zur Deutschnachhilfe und am Wochenende zu den Handballspielen, die wir gemeinsam anschauen. Besonders gut gefallen hat mir auch unser Sommerfest, bei dem letztes Jahr viele verschiedene Leute unabhängig von Alter und Herkunft zusammen gefeiert haben.

Das Beste an Menschlichkeit finde ich aber, zu verfolgen, wie unsere Freunde hier Fuß fassen – von Gemeinschaftsunterkünften in eigene Wohnungen ziehen, Deutsch lernen, Ausbildung oder Studium beginnen bzw. anfangen zu arbeiten und deutsche Freunde finden. 🙂

Mein Name ist Sarah,

ich bin 25 Jahre alt und studiere Wirtschaftswissenschaften im schönen Ulm. Schon seit 2015 wollte ich mich ehrenamtlich für Geflüchtete engagieren, doch irgendwie fehlte mir lange der Mut, um mein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Durch Kommilitonen bin ich dann auf das Buddy-Projekt von menschlichkeit-ulm e.V. aufmerksam geworden. Die Idee, in kleinen Gruppen die jeweils andere Kultur kennen zu lernen, seinen Buddies im Alltag zu helfen und Integration zu leben, gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Natürlich hatte ich etwas Angst, vor unserem ersten Buddy-Treffen: was redet man miteinander, wenn man aus ganz anderen Ländern kommt, andere Traditionen pflegt und die Kommunikation auf Deutsch eventuell schwierig ist? Doch jedem, der aufgrund dieser Ängste noch zögert, in Kontakt mit geflüchteten Menschen zu treten, kann ich nur raten, diese vermeintliche Hürde zu nehmen und sich auf das neue Erlebnis einzulassen. Schon beim ersten Treffen mit meinen mir zugeteilten Buddies merkte ich, dass trotz großer Unterschiede in dem, was jeder von uns erlebt hat und trotz der unterschiedlichen Herkunft, das Menschliche eine Brücke schlägt (geredet haben wir übrigens ausschließlich auf Deutsch, sodass die Angst über die sprachliche Barriere letztlich unbegründet blieb 😉).
Meine Buddies sind alle liebenswerte, hilfsbereite, fleißige und äußerst witzige Jungs. Wir treffen uns regelmäßig in größerer Runde und plaudern einfach über dies und das. Einem meiner Buddies habe ich bei der Vorbereitung für die B2 Prüfung Deutsch geholfen und unterstütze ihn bei der Suche nach einer netten WG. In jedem Fall empfinde ich die Treffen mit den syrischen Jungs als sehr bereichernd und jeder einzelne von ihnen hat meinen größten Respekt. Jedem, der noch zögert, sich bei Menschlichkeit Ulm e.V. zu engagieren, kann ich nur empfehlen, zu einem der Buddy-Treffen zu kommen und einfach mal reinzuschnuppern
😊!

Hallo,

mein Name ist Josi, ich bin 22 Jahre alt und studiere Produktionstechnik und Organisation an der Hochschule Ulm. Mein soziales Engagement reicht bis weit in meine Vergangenheit zurück. Als dann die große Flüchtlingswelle 2015 begann, war ich natürlich vorne mit dabei. In meiner direkten Nachbarschaft wurde eine Gemeinschaftsunterkunft in einer alten Sporthalle eröffnet, also ging ich einfach hinein und fragte, ob man etwas helfen kann. Natürlich war „Not am Mann“.

Zu Beginn waren Tätigkeiten wie Behördengänge, Arztbesuche und Sachspenden organisieren gefragt. Nun hat sich das ganze natürlich geändert, es werden kräftig Bewerbungen geschrieben und Wohnungen gesucht.

Bei menschlichkeit-ulm bin ich für die Deutsch-Nachhilfe zuständig, was auch sehr dringend gebraucht wird. Zusätzlich helfe ich noch bei unserem Buddy-Projekt mit, hier werden unsere Flüchtlinge mit Einheimischen zusammen gebracht. In beiden Projekten würden wir uns noch über tatkräftige Hilfe freuen.

Auch wenn es am Anfang schon belastend war, bin ich im Endeffekt sehr froh, dass ich mit meiner Flüchtlingsarbeit angefangen habe. Ich habe viele sehr gute Freunde gewonnen, mit denen ich gerne ein gemeinsames Essen oder die ein oder andere Shisha genieße. Auch wenn das jetzt kitschig klingt: das hat mein Leben wirklich bereichert!

Mein Name ist Heike Flüge und der Eine oder Andere kennt mich schon.
Im August 2015 wurde ich auf eine Spendenaktion in einer Flüchtlingsunterkunft in der Römerstraße in Ulm aufmerksam. Spontan entschloss ich mich, zu helfen.
Es war ein Tag voller Emotionen, der mein ganzes weiteres Leben verändern sollte.
Wir gründeten innerhalb kurzer Zeit den Verein menschlichkeit-ulm e.V., ich war von Anfang an im Vorstand dabei, zuerst als Kassiererin und seit Januar 2016 darf ich dem Verein als 1. Vorstand zur Seite stehen.
Es ist unbeschreiblich, was ich in den letzten zweieinhalb Jahren erleben durfte- so viele glückliche Gesichter, sowohl bei den Helfern als auch bei den Geflüchteten, die wir hier bei ihrem Neuanfang in Ulm unterstützen konnten. Natürlich gibt es auch viele traurige Geschichten dahinter. Hier hilft manchmal ein freundliches Wort oder ein liebevolle Umarmung. Kein Mensch flüchtet ohne Grund und wie unser Vereinsname so treffend sagt, geht es bei uns um die Menschlichkeit und ich glaube, das haben wir in den letzten beiden Jahren klar zum Ausdruck gebracht.
Auch wenn es in den Medien still geworden ist um die vielen Schicksale von denen,
die, die bereits in Deutschland sind,
die, die noch in irgendwelchen Lagern verzweifelt auf Hilfe hoffen,
die, die noch keinen Weg gefunden haben, ihr Land zu verlassen…
es ist gut, was wir tun – auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Auch wenn die ehrenamtlichen Helfer weniger werden, wir haben viel bewegt und werden dies noch weiter tun.
Denn wir sehen jeden Tag, dass unsere Hilfe ankommt, angenommen wird und gebraucht wird. Viele der Geflüchteten haben sich integriert, sprechen schon unsere Sprache, machen hier einen Schulabschluss, eine Berufsausbildung, gehen arbeiten. Ich bin stolz auf jeden Einzelnen und auch auf uns, weil wir ein bisschen dazu beitragen können, dass alles ein klein wenig besser läuft.

Wenn ich in ein anderes Land fliehen müsste, wie würde ich mich fühlen?
Das habe ich mich gefragt, als wir unseren Verein menschlichkeit-ulm im September 2015 gegründet haben. Seitdem hat sich mein Leben komplett verändert. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, meine ganze Motivation in etwas einzubringen. Ich habe gelernt, Jobcenterformulare auszufüllen und zahllose Anträge zu schreiben. Ich habe Einblick in das deutsche Asylrecht bekommen, Veranstaltungen und Projekte organisiert, mit anderen Vereinen und verschiedensten Menschen genetzwerkt.
Aber vor allem habe ich viele wunderbare Menschen kennengelernt. Menschen mit vielen schrecklichen Geschichten, die einem trotzdem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Unzählige Male wurde ich zum Essen oder zum Tee eingeladen. Furchtbar beleidigt war man, wenn ich mit vollem Magen gekommen bin. Ich habe gelernt, wie man richtig Shisha raucht und wie man nur mit arabischem Fladenbrot seinen Reis isst. Ich habe großartige Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft kennengelernt. Ich habe gelernt, dass ich auch mit arabischen Männern über Religion, Sexualität und Kultur diskutieren kann, ohne weniger respektvoll behandelt zu werden.
Wie würde ich mich fühlen, wenn ich in ein anderes Land fliehen müsste? Vielleicht allein, hilflos, überfordert. Durch unsere Arbeit versuchen wir den Menschen zu helfen, sich in Deutschland besser zurecht zu finden und neue Kontakte zu knüpfen. Zu sehen, dass sich jemand einen Freundeskreis aufbaut, einen Job findet oder endlich die Gemeinschaftsunterkunft verlassen kann, macht mich sehr stolz.
Manchmal ist die Arbeit mühsam, man verbringt Stunden in irgendeiner Behörde und muss als Ehrenamtlicher oft gegen viele Hürden ankämpfen. Es ist frustrierend, wenn da nichts voran geht. Manchmal bekommt man nicht so viel Dank, wie man es gerne hätte oder man sieht sich mit zu vielen Erwartungen konfrontiert. Das alles während Studium und Teilzeitarbeit zu meistern, ist für mich sehr herausfordernd.
Und dennoch ist der größte Dank am Ende zu sehen, wenn ein junger Mensch einen Schritt weiter in eine erfolgreiche Zukunft schafft. Genau das gibt einem die Motivation, nicht aufzugeben. Was ich damit für mich selbst und mein Leben gelernt habe, wird mir jeden Tag aufs Neue bewusst.
Ehrenamt ist ein Amt, das man aus Ehre macht - für Andere und auch für sich selbst.

Heute möchten wir euch unser Mitglied Brigitte vorstellen: 
Ein Jahr „menschlichkeit-ulm e.V.“
Meine Freundin Karin hat mich vor mehr als einem Jahr einmal angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, bei dem Menschlichkeits-Stammtisch vorbeizuschauen. Gesagt, getan, und ein paar Tage danach bekam ich zwei E-Mail-Adressen „zwei Freunde suchen jemand, mit dem sie einfach deutsche Konversation üben können“.
Sie besuchten gerade die vh mit dem Ziel B1 zu machen, dann kam der Orientierungskurs. Sie haben das alles geschafft!
Wir trafen uns fortan mindestens zwei Mal die Woche; in der Bücherei, im Café, Spaziergänge durch die Stadt und an der Donau und sporadisch auch bei mir zuhause. Mein gemeinsamer Kochversuch in Deutsch war leider nicht so erfolgreich – heute bekochen sie mich syrisch: lecker!
Freunde bringen Freunde mit. Und der eine oder andere hatte ein nicht von ihm verschuldetes Problem im Rucksack, das nur jemand lösen kann, wenn er unsere Sprache spricht und die Gesetze kennt – also Menschen von menschlichkeit-ulm e.V.. Ich bin dadurch in Kontakt gekommen mit Stellen, mit denen ich noch nie etwas zu tun hatte: Polizei, Staatsanwaltschaft, Zeitarbeitsunternehmen, Mietbetrügern, Rechtsanwalt, UWS, … bei der Jobbörse werde ich schon mit Handschlag begrüßt und kämpfe (ehrlich gesagt mit Spaß) um die Rechte meiner kleinen Truppe, die zwischenzeitlich auf sechs angewachsen ist.
Status quo: Zwei haben einen unbefristeten Arbeitsvertrag, drei machen gerade B2 und der sechste im Bunde ist gerade aktiv auf Arbeitssuche. Sie versuchen sich langsam aus den Wohngemeinschaften zu lösen und auf eigenen Beinen zu stehen. Die Wohnungssuche gestaltet sich zäh, wie wir alle wissen, Möbel bei ebay & Co. zu finden klappt ganz gut. Sie bauen ab und wieder auf – ich bin der Transporteur, weil ich von meinem Arbeitgeber den Wagen nutzen darf.
Es gibt viele schöne Momente und Abende, die für mich bereichernd sind, aber auch traurige: sie haben alle Heimweh – auch wenn sie sich das selten anmerken lassen.

Mein Name ist Carmen und ich bin 45 Jahre alt.
Ich stamme selber aus einer Heimatvertriebenen-Familie aus dem Böhmerwald, heutiges Tschechien. Meine Urgroßeltern und Großeltern kamen 1946 nach Ulm, und ich habe heute noch ihre Erzählungen im Ohr, genau wie die meiner Mutter, die es als „Flüchtlingskind“ nach dem zweiten Weltkrieg im beschaulichen Thalfingen wirklich überhaupt nicht leicht hatte. Unter anderem darum ist mir dieses Thema ein ganz besonderes Anliegen.
Seit November 2014 bin ich in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich tätig. Meine ersten Begegnungen mit einer Familie aus Afghanistan werde ich nie mehr vergessen. Ich war das dritte Mal dort zu Besuch. Die damals fünfjährige Tochter Kadija umklammerte meinen Hals und flüsterte mir in gebrochenem Deutsch ins Ohr „ich liebe dich“. Sie waren gerade erst sechs Monate in Deutschland gewesen. Dieser rote Faden von Liebe, Dankbarkeit, Freundschaft, Geborgenheit, Geben und Nehmen zieht sich bis heute durch meine Begegnungen mit mittlerweile mehreren Hundert geflüchteten Menschen aller Altersklassen, von den Kleinkindern bis hin zur Großmutter, die mit ihrem 14 jährigen Enkel in Ulm lebt. Unzählbar die Schicksale und Geschichten, die mir hier begegnet sind – leider auch viele, viel zu viele traurige und tragische. Nicht immer hatte ich nur Tränen der Freude in den Augen. Meine persönlichen Highlights waren die Tage, als wir mehrere Male zum Flughafen gefahren sind, um im Rahmen des Familiennachzugs Angehörige abzuholen und nach zwei Jahren der Trennung wieder mit unseren geflüchteten Freunden zusammen zu bringen. Und natürlich die vielen Babys, die hier bei uns zur Welt kamen und kommen – jedes für sich ohnehin schon ein kleines Wunder, und in Anbetracht der Kriegszustände in ihrer Heimat noch um ein vielfaches schöner. Mir fehlen die Worte zu beschreiben, wie ich die frischgebackenen Eltern hier in Ulm erleben durfte!
Von Anfang an, seit August 2015, bin ich bei menschlichkeit-ulm dabei, inzwischen als Mitglied des Vorstands und Kassiererin. Es macht so viel Spaß und Freude, hier mit zu wirken. Und es ist auch immer wieder eine Herausforderung, manchmal kräftezehrend, und eine Bereicherung, diesen Menschen, die ich im „normalen Leben“ niemals getroffen hätte, auf Augenhöhe zu begegnen. Die Jahre, seitdem ich dies nun erleben darf, haben mein Leben komplett auf den Kopf gestellt, und niemals mehr würde ich es anders haben wollen.

Wie komme ich auf die deutsche Gesellschaft zu?
Mein Name ist Nouri, ich bin 23 Jahre alt, komme aus Syrien und bin jetzt im Vorstand des Vereins Menschlichkeit-ulm.
Am Anfang meines Lebens in Deutschland habe ich viel versucht die Deutschen und die deutsche Kultur kennen zu lernen und mich zu integrieren, doch habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Ich war schockiert und enttäuscht und dachte, ich möchte nichts mehr erfahren.
Doch dann habe ich den Verein Menschlichkeit-ulm kennengelernt und hier fing es an, sich mein Leben in Deutschland zu entwickeln und zu verbessern. Ich habe viele Menschen kennen gelernt, doch Freunde gefunden und im Verein mit geholfen Projekte zu organisieren und zu leiten - wie zum Beispiel das Fußball Freizeitspiel.
Hier konnte ich Kontakte knüpfen, wo sich mein Deutsch verbessert hat und natürlich habe ich ganz genau die deutsche Kultur kennengelernt, wo ich mich sehr freue, zwei Kulturen gleichzeitig zu erleben und wie schön es ist, mal Käsespätzle und mal Mlukhiey zu essen und mal spontan zu sein.
Zum Beispiel ist das Buddy Projekt ein sehr guter Weg Menschen zu begleiten, um die Geflüchteten kennenzulernen und zu wissen, wer die Menschen sind, die in diesem Land angekommen sind.
Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, offen und hilfsbereit zu sein, denn zu integrieren und die Sprache zu lernen in einem fremden Land sollte auch Aufgabe der heimischen Menschen sein, denn das Leben ist ein Nehmen und Geben.
Und genau das ist das Ziel des Vereins Menschlichkeit - alle Menschen willkommen zu heißen und den Geflüchteten den ersten Blick auf Deutschland zu ermöglichen und das ist genau, was mich betroffen hat.

Ich bin Yousef aus Syrien, ich bin 22 Jahre alt. Ich bin vor drei Jahren nach Deutschland gekommen und ich muss sagen, dass ich Glück gehabt habe, dass ich in Ulm gelandet bin. Im Januar 2016 habe ich den Verein menschlichkeit-ulm e.V. kennengelernt. Am Anfang war es schwierig für mich, den Kontakt herzustellen wegen der Sprache. So war es der erste wirklich motivierende Grund für mich, mein Deutsch zu verbessern, weil sich alle unheimlich gerne mit uns unterhalten wollten. Und so hatte ich die Motivation, mit ihrer Hilfe Deutsch zu lernen. Das war mein erster Schritt mit Menschlichkeit.
Danach habe ich mit Menschlichkeit viele Aktivitäten ausgeübt, wie z.B. bei den Handballspielen des TSG Söflingen zuzuschauen und mit der Fangruppe mitzutrommeln. Außerdem hat der Verein mit dem SSV Ulm zusammen die Möglichkeit organisiert, einmal in der Woche gemeinsam Fußball zu spielen.
Im Sommer 2016 bin ich Mitglied bei menschlichkeit-ulm e.V. geworden. Im August 2016 haben wir ein wunderbares Sommerfest mit verschiedenen Bands, Spielen und Basteln für Kinder, Essen und Getränken veranstaltet, zu dem etwa 500 Flüchtlinge, viele Deutsche und Türken gekommen sind.
Es gibt viele Projekte, bei denen ich teilgenommen oder mitgeholfen habe, z.B. „Before I Die“ oder „Leben und Leben lassen“. Seit einem Jahr bin ich Mitglied im erweiterten Vorstand des Vereins.
Was ich besonders wichtig finde: Menschlichkeit ist alle Schritte mit uns zusammen gegangen. Am Anfang haben wir z.B. Möbel oder Sachen für die Küche gebraucht. Da hat uns Menschlichkeit dabei geholfen. Später konnten die Menschen diese Sachen oft auch selber besorgen, dafür gab es andere Dinge, wo wir Hilfe gebraucht haben. Und diese Dinge wurden immer komplizierter: Ausbildungssuche, Wohnungssuche, die vielen Formulare. Da hat Menschlichkeit uns dann dabei geholfen. Sie haben immer reagiert und sich überlegt, wie sie uns in der neuen Situation unterstützen können.
Als viele gesagt haben, dass sie sich Kontakte zu Deutschen wünschen, hat der Verein das Buddy-Projekt gegründet und als viele nach Hilfe beim Deutsch-Lernen gefragt haben, das Deutsch-Café.
Der Verein hat sich mit jeder Situation, in die wir kamen, mitgeändert.
Seit ich mit Menschlichkeit zusammen bin, fühle ich mich hier zu Hause, weil ich persönlich das Gefühl habe, dass alle Menschen gleich sind, dass mir kein Rassismus begegnet oder mich jemand als Moslem fürchtet oder was auch immer. Deswegen mag ich den Verein und finde die Leute ganz besondere Menschen und deshalb möchte ich immer mitmachen und mithelfen.